Schachcamp der SG Blau-Weiß Stadtilm
Zum Beginn der diesjährigen Sommerferien führte die SG Blau-Weiß Stadtilm zum fünften Mal ein dreitägiges Schachcamp mit ihren schachbegeisterten Kindern durch. Insgesamt 30 Schachstrategen der SG Blau-Weiß Stadtilm, Schachkinder aus der Schach AG der Grundschulen Stadtilm, Kirchheim, Dörnfeld, Emil Petri Schule Arnstadt sowie der Ludwig Bechstein Grundschule Arnstadt nahmen an diesem Intensivschachcamp teil.
So fuhren die kleinen Denker, welche die gesamte Saison über hervorragende schachliche Leistungen erbrachten, gemeinsam mit ihren großen Vorbildern in die Kinder- und Jugenderholung nach Dittrichshütte. Am Anreisetag wurden gleich acht Teams ausgelost, die während dieser Zeit gemeinsam um die Gesamtplatzierung kämpfen mussten. In diesem Jahr stand das Camp ganz im Rahmen der derzeitig stattfindenden Fußball WM. Neben dem Team Brasilien, Argentinien, Spanien, Niederlande, Portugal, Frankreich und Neuseeland gab es das beliebteste Team Deutschland. Nachdem man den Teamchef ernannt hatte, durfte sich jedes Schachkind einen Spielernamen seines Teams geben.
Begonnen hat das Camp mit einem Schachturnier, welches von den mitreisenden Trainern Raiko und Marco Siebarth, Christian Schneider, Kirsten Siebarth sowie Tom George geleitet wurde. Nachdem man sich geistig stark beansprucht hatte, klang der Abend bei Fußball- und Tischtennisspielen gemütlich aus.
Der 2. Tag wurde für alle Campmitglieder sehr anstrengend. Nach dem gemeinsamen Frühstück begann man das Schachtraining in 4 separaten Leistungsgruppen. Jeder Teilnehmer erhielt aufgrund seines Wissens- und Leistungsstandes ein eigenes Schachheft zur Absolvierung eines Springer-, Läufer- oder Turmdiplomes. Viele schachliche Themen, Stellungsbilder und Motive wurden besprochen. Kurz vor dem Mittagessen besuchten alle das “Größte Märchenbuch der Welt”, welches in der Kinder- und Jugenderholung aufgebaut wurde. Mit größter Aufmerksamkeit verfolgten die kleinen Denker den Märchen, die jeweils von einem Teilnehmer vorgelesen werden durften. Der Nachmittag stand wieder ganz im Rahmen der 64 Felder. Das breitgefächerte Repertoire reichte von der Fesselung, der Gabel, dem Spieß, schachlichen Eröffnungsgrundregeln, dem Opfer, verschiedenen Mattarten über das Bauernquadrat, den Schlüsselfeldern in einer Partie bis hin zum Abzugsangriff, der Überlastung, der Ab- und Hinlenkung und diversen Mattangriffen. Zum Abschluss dieses Schachtages schrieben alle Teilnehmer ihre “Diplomarbeit”.
Nach dem Abendbrot pfiffen Raiko, Christian sowie Tom George das schon lang und heiß ersehnte Fußball- und Marco das Tischtennisturnier an. Dabei konnte man keineswegs erkennen, dass Schachspieler unsportlich sind, denn es wurden beachtenswerte Leistungen gezeigt. Hochinteressant und sehr amüsant verlief auch das Torwandschießen. Beachtlicher Weise wurde das erste Tor von Sarah Schmidt erzielt. Sie zeigte, dass nicht nur “Männer” im Fußball erfolgreich sein können. Nach einer Großduschaktion aller Schachcamper fanden alle den nun ersehnten Schlaf.
Der letzte Tag des Schachcamps begann mit einem kniffligen Schachquiz. Im Anschluss wollten alle Taktiker endlich ihre gelernten schachlichen Kenntnisse anwenden. Bei der “Schach-Fußball-WM” kämpfte jeder unermüdlich für sein Team um wertvolle Punkte. Nach dem Mittagessen erhielten alle Teilnehmer ihre Urkunde des bestandenen Diplomes und jeder erfreute sich an tollen Sachpreisen, die man sich in den 3 sehr abwechslungsreichen Tagen hart verdient hatte.
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