• Besucher Gesamt 21.232
  • Besucher Heute 17
  • Besucher Gestern 28
  • Gerade Online 3
Vereinsbilder …
Lade Dir den Flash Player, um die Diashow zu sehen.

Deutschlandpokal Viertelfinale

Der durch die Zeitumstellung erst recht frühe sonntägliche Morgen sah im Rathaussaal zu Stadtilm die Viertelfinalpaarung SC Tempo Göttingen gegen die SG Porz. Göttingen bekam an den Brettern 2 & 3 die weißen Steine zugelost, so dass sich folgende Partien in Brettreihenfolge ergaben: GM van Wely – IM Solleveld, FM Markgraf – GM Timman, FM Silber – GM van den Doel, GM Rotstein – FM Rezasade.

Dies sollte von der Papierform her eine klare Sache für das großmeisterliche Quartett der SG Porz bedeuten, die immerhin 100 bis 300 ELO-Punkte schwergewichtiger waren als ihre Kontrahenten. Allerdings hat es den Göttingern in Stadtilm so gut gefallen, dass sie partout nicht fahren wollten – sie lieferten dem ehemaligen Bundesliga-Serienmeister einen langen Kampf: die erste Partie war erst nach 4 ¼ -Stunden beendet. Zwischendurch war allen im Saal Anwesenden nicht klar, ob Jan Timman eine Qualität eingestellt oder sie lediglich geopfert hat:

Das wird nur Timman selbst wissen, der weitere Verlauf der Partie gab ihm Recht: die weißen Figuren konnten danach keinerlei Aktivität entfalten, es gab weder Linien für die Türme noch kam der verbliebene weiße Springer zum Zug, sodass Markgraf von der Timmanschen Streitmacht erdrückt wurde. Mit soliden Siegen an 1 & 3 hatten die Porzer den Kampf jederzeit unter Kontrolle, insbesondere „King Loek“ gab zu verstehen, warum er wohl zur (erweiterten?!) Weltspitze zählt.

Dass Großmeister aber auch nur Menschen sind, bewies GM Rotstein, indem er (der knappen Zeit geschuldet) nicht weit genug rechnete. So sah der in der Eröffnung als Joker getarnte Fianchettoläufer von g2 im Mittelspiel immer weniger Licht durch einen eigenen Bauern auf e4, bis er im Endspiel schlussendlich wie ein Verbrecher durch einen schwarzen Bauern auf f3 hinter Schloss & Riegel gebracht wurde. Mit der Aussicht, sich lediglich gegen seinen Bewacher opfern zu können, stellte der Läufer auf h1 seine Beweglichkeit ein und GM Rotstein den damit aussichtslosen Kampf ebenfalls.

Somit gelang den Göttingern der Ehrentreffer zum 1-3 Endstand und sie konnten in dem Bewusstsein nach Hause fahren, die letzte Partie gegen Porz gewonnen zu haben. Und weil auch der Porzer Dauerrivale, die OSG Baden-Baden, ins Halbfinale eingezogen ist, könnte die Porzer Revanche für das letztjährige verlorene Endspiel Wirklichkeit werden.

Viertelfinale
SC Tempo Göttingen SG Köln-Porz
Brett Spieler Spieler Ergebnis
1 Solleveld, Maarten van Wely, Loek 0:1
2 Markgraf, Alexander Timman, Jan 0:1
3 Silber, Henning van den Doel, Erik 0:1
4 Rezasade, Amir Rotstein, Arkadij 1:0
Gesamt 1:3

© 2011, Georg. All rights reserved.

Comments are closed.