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Thüringenliga 2011

“Die Hoffnung stirbt zuletzt”, so motiviert die Vereinsvorsitzende Kirsten Siebarth bei jedem Turnier und jeder Meisterschaft ihre Spieler und -innen der Schach-gemeinschaft Blau-Weiß Stadtilm. Die vergangene Saison war für die “Geistungssportler” der Schachgemeinschaft mit sehr vielen Höhen und Tiefen gekennzeichnet.

Im zweiten Jahr des Spielens in der höchsten Liga Thüringens mussten sich die Blau-Weißen mit der Tatsache abfinden, dass zwei Stammspieler der 1. Mannschaft nicht zur Verfügung stehen. Dieser Ausfall musste nun mit dem bestehenden Potential kompensiert werden. Die bisherige Thüringenligamannschaft mit den Spielern Raiko und Marco Siebarth, Christian Schneider, Heinz Rätsch, Stephan Berner und Tom George wurde nun mit Robert Klesser und Maik Schröter aufgefüllt. Beide Liga-Newcomer konnten sich hervorragend in dieser Liga einbringen und haben tolle Ergebnisse erzielt.

Zu Beginn der Saison verliefen die Punktspiele relativ unglücklich. Nach einem Sieg in der ersten Runde gegen den Erfurter Schachclub mit 4,5:3,5 folgte eine herbe Niederlage gegen die Schachfreunde aus Liebschwitz mit 2,5:5,5. In Runde 3 erkämpften die Blau-Weißen gegen die thüringenligaerfahrenen Suhler ein 4:4 Unentschieden und mussten schon im nächsten Kampf gegen den TSV Apolda feststellen, dass sie von der Schachgöttin Caïssa nicht umgeben waren. In klaren Gewinnstellungen wurden die Partien in der Zeitnotphase eingestellt, so dass am Ende des Punktspieltages eine Niederlage in Höhe von 3,5:4,5 im Spielformular eingetragen wurde.

Der nun ausgewiesene Tabellenstand im unteren Feld der Liga konnte die Blau-Weißen nicht entmutigen, denn mit einem fabelhaften Endergebnis von 4:4 gegen den Ligafavoriten Jenapharm stieg die Hoffnung des Verbleibes in dieser Liga. „Whatever can go wrong, will go wrong.” oder besser gesagt, „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ erlebten die Stadtilmer Denker am 7. Spieltag. Gegen den Tabellenletzten Lok Sömmerda wurden Partien eingestellt, die deutliche Gewinnstellungen auswiesen und man musste sich mit einer schrecklichen 5:3 Niederlage abfinden.

Die Tabellensituation wurde nun immer brenzliger, jedoch nicht die Stimmung der Mannschaft. Mit größter Motivation und guten Vorbereitungen auf die kommenden letzten Punktspieltage der Saison erkämpften die Blau-Weißen gegen die favorisierten Schachfreunde aus Elstertal Langenberg einen gigantischen 4,5:3,5 Sieg sowie gegen Nordhausen und Gera ein 4:4 Unentschieden. Somit verbesserten die Stadtilmer ihren prekären Tabellenplatz und schlossen diese Saison mit einem 7. Platz ab.

Mit 7 Punkten aus 9 Runden konnte Raiko Siebarth am Spitzenbrett mit einer souveränen Performance diese Saison abschließen und somit seine Wertungszahl verbessern. Ebenfalls sehr erfolgreich spielten Christian Schneider (5,5 Punkte), Heinz Rätsch (5 Punkte), Marco Siebarth (4,5 Punkte) sowie Stephan Berner (4 Punkte).

Erwähnenswert ist, dass diese Mannschaft altersmäßig im Durchschnitt mit Abstand die jüngste Mannschaft in dieser Liga ist. Einzig und allein ihr Trainer Heinz Rätsch fällt aus diesem Jugendalter heraus, bringt aber mit seinem schachlichem Wissen und Können die notwendige Kraft und Ruhe in die Mannschaft. So können die Blau-Weißen Schachfreunde sehr stolz auf ihre Junioren sein, die mit diesem Saisonergebnis wiederum bewiesen haben, dass ihre schachlichen Leistungen auf einem festen Fundament aufgebaut worden. Nun werden die Blau-Weißen Schachspieler auch in der nächsten Saison in der höchsten Liga Thüringens mitspielen.

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